Unsere Geschichte - Materialien zu kontroversen Aspekten unserer Vergangenheit

Triratna versteht sich als authentische buddhistische Tradition, die sich in Eintracht mit anderen buddhistischen Traditionen dafür einsetzt, Menschen in aller Welt die Lehre des Buddha anzubieten.

Den Buddhismus in die moderne Welt des Westens zu tragen und Ansätze zu entwickeln, die der heutigen Zeit gemäß sind, stellte die Gründungsgeneration Triratnas – ebenso wie die anderer buddhistischer Gemeinschaften im Westen – vor viele Fragen und Herausforderungen. Die Geschichte der Entwicklung unserer Gemeinschaft in ihren ersten Jahrzehnten ist eine Geschichte von kühnen Träumen und harter Arbeit, von Idealismus und Naivität, von Wachstum und Wachstumsschmerzen, von Freundschaft und Konflikt.

Alles in allem ist es eine Erfolgsgeschichte, unglaublich viel wurde in kurzer Zeit erschaffen. Doch vor allem in der Anfangszeit passierten auch Fehler, aus denen wir lernen mussten. Unsere Gemeinschaft erfuhr manchmal scharfe Kritik – und einiges davon war berechtigt. Die Themen, um die es dabei ging – Sex, Macht, Genderfragen und noch anderes mehr – wurden und werden auch heute noch im Orden intensiv diskutiert. Wir wissen, dass nicht alles in unserer Vergangenheit optimal gelaufen ist, Ordensmitglieder haben sich manchmal unethisch verhalten, Menschen wurden verletzt – wir haben daraus gelernt, wo möglich bemühen wir uns um Wiedergutmachung und wir verstehen uns auch heute noch als Lernende.

Auf dieser Unterseite möchten wir einige der kritischeren Aspekte unserer Geschichte beleuchten und aufzeigen, wie wir diese aufgearbeitet haben und dies auch weiterhin tun. Die Ressourcen auf dieser Seite werden nach und nach ergänzt und erweitert. Sehr viel umfangreicheres Material findet man in englischer Sprache auf unserer internationalen Homepage

Materialsammlung

Eine gute Einführung in unsere Geschichte bietet das Buch Die Triratna Story. Hinter den Kulissen einer neuen buddhistischen Bewegung, das kostenlos als pdf zur Verfügung steht. Es erzählt von den ersten vierzig Jahren unserer Gemeinschaft und ist eine Würdigung all des Guten, das in dieser Zeit entstand, ohne aber die Schattenseiten zu verschweigen. Sie erfahren darin von unheilsamen Machtstrukturen, die sich in den 80ern am Buddhistischen Zentrum in Croydon (England) herausbildeten; von Kontroversen rund um die sexuellen Beziehungen Sangharakshitas mit etlichen seiner Schüler; von Spannungen zwischen den Geschlechtern sowie zwischen den Verfechtern unterschiedlicher Lebensstile.

Seit dem Herbst 2016 flammten Diskussionen um die Kontroversen der Vergangenheit erneut auf, ausgelöst von einer kritischen Fernsehsendung im lokalen britischen Rundfunk. Hier geht es zur öffentlichen Stellungnahme zu dieser Sendung.

Sangharakshita veröffentlichte daraufhin im Dezember 2016 eine Erklärung, in der er sich für all die Gelegenheiten entschuldigte, bei denen er andere verletzt hat.

Das College Öffentlicher Präzeptorinnen und Präzeptoren bekräftigte dies mit einer eigenen Erklärung im Januar 2017.

Im Februar 2017 gründete sich die Adhisthana-Kula, um den Prozess der Aufarbeitung kontroverser Aspekte der Vergangenheit zu koordinieren und voranzubringen. Hier stellt sie sich und ihre Zielsetzung vor und stellt klar, dass Triratna bestimmte in der 70/80ern kursierende fragwürde Ideen schon lange verworfen hat.

Im März 2017 distanzierte sich Subhuti öffentlich von Women, Men and Angels, einem 23 Jahre zuvor veröffentlichtem umstrittenen Werk, das eine unterschiedliche spirituelle Befähigung der Geschlechter vertrat.

 

 

 

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