Erste Schritte

Triratna-Zentren bieten in der Regel ein ganzes Spektrum an Veranstaltungen an, bei denen man Meditation kennenlernen und etwas über Buddhismus erfahren kann, wie zum Beispiel offene Abende, Vorträge oder Tages-Workshops. Viele Menschen kommen über Jahre und ziehen offensichtlich Nutzen aus den Veranstaltungen, ohne den Wunsch zu hegen, sich zum Buddhismus zu bekennen oder mit Triratna eine engere Bindung einzugehen. Für Menschen, die regelmäßiger teilnehmen, bieten wir weiterführende Angebote an.

Andere empfinden nach einer gewissen Zeit das Bedürfnis, dem Buddhismus einen ausdrücklicheren Platz in ihrem Leben zu geben. Ihnen steht es offen bwei Triratna „Mitra“ zu werden. Das Sanskrit-Wort Mitra bedeutet Freund oder Freundin. Wer Mitra wird bringt damit zum Ausdruck, dass er sich als Buddhist betrachtet und sich mit der Triratna-Gemeinschaft freundschaftlich verbunden fühlt. In einer kleinen Zeremonie und im Beisein einiger Menschen aus der Gemeinschaft bringt er/sie die drei traditionellen buddhistischen Opfergaben dar – eine Blume, eine Kerze und ein Räucherstäbchen. Später rezitiert er/sie mit den anderen die Formel der „Zufluchten und Vorsätze“.

Mit diesem einfachen Ritual bringt man drei Dinge zum Ausdruck: Erstens erklärt man sich zur Buddhistin bzw. zum Buddhisten. Zweitens erklärt man, dass man die fünf grundlegenden ethischen Vorsätze des Buddhismus üben möchte: Nicht absichtlich zu töten oder zu verletzen; nichts zu nehmen, was einem nicht gegeben wurde; in sexuellen Beziehungen niemanden auszubeuten oder zu verletzen; nicht unwahrhaftig zu sprechen und keine den Geist trübenden Substanzen zu konsumieren. Drittens bringt man zum Ausdruck, dass man die Triratna-Gemeinschaft als Kontext für die weitere buddhistische Übung gewählt hat.

Für Mitras gibt es besondere Angebote, vor allem mehrjährige Dharmaübungs-Gruppen, besondere Retreats u.ä.

Viele – wenn auch nicht alle – Angebote für Fortgeschrittene sind entweder für Frauen oder für Männer ausgeschrieben. Das gilt besonders für Dharmaübungs-Gruppen und intensivere Retreats. Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Menschen es in Abwesenheit des anderen Geschlechts leichter finden, zu entspannen und sich emotional zu öffnen. In einer reinen Frauen- bzw. Männergruppe kann es leichter fallen, altes Rollenverhalten loszulassen, Vertrauen zu entwickeln und einfach man selbst zu sein. Frauen und Männer haben manchmal auch unterschiedliche Herangehensweisen an ihre Praxis und setzen andere Schwerpunkte.

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