Wie wird man ordiniert?

Ordination bedeutet eine lebenslange Verpflichtung und ist ein sehr ernster Schritt. Darum dauert die Vorbereitung darauf in der Regel etliche Jahre.

Jeder kann um Aufnahme in den Orden bitten und dann an den Retreats teilnehmen, die auf Ordination vorbereiten. Sie werden in verschiedenen Teilen der Welt angeboten. In England gibt es zwei Retreatzentren (Padmaloka für Männer und Tiratanaloka für Frauen), die sich auf diese Aufgabe spezialisiert haben. Wer sich auf Ordination vorbereitet, kann zwei erfahrene Ordensangehörige bitten, ihn als Mentoren (traditionell: Kalyana Mitras) in diesem Prozess zu begleiten. Gegenwärtig bereiten sich tausende Frauen und Männer auf Ordination vor.

Ordination ist eine Selbstverpflichtung, die ein großes Maß an Selbstkenntnis verlangt, sowie Erfahrung mit buddhistischer Übung, Triratna und Freundschaften mit Ordensangehörigen. Die eigentliche Ordination wird von erfahrenen Ordensangehörigen geleitet, die man Präzeptoren nennt. Präzeptorinnen und Präzeptoren müssen die Menschen, die sie ordinieren möchten, gut kennen und bereits längere Zeit spirituell begleitet haben. In Absprache mit den Kalyana Mitras und anderen Ordensangehörigen, die die betreffende Person gut kennen, entscheiden sie, wann jemand reif für die Aufnahme in den Orden ist.

Die Ordinationszeremonie findet in der Regel im Rahmen eines speziellen Ordinationsretreats statt und umfasst eine private Zeremonie unter vier Augen mit dem Präzeptor und eine öffentliche Zeremonie. Der/die neue Ordensangehörige erhält dabei eine besondere, auf seine/ihre spirituellen Bedürfnisse abgestimmte Meditationspraxis, einen buddhistischen Namen und ein „Kesa“, eine Art Schärpe mit dem Symbol der drei Juwelen. Der neue Name bringt besondere Eigenschaften des Menschen zum Ausdruck und enthält auch die Aufgabe, das im Namen angedeutete Potenzial zur Entfaltung zu bringen.

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