Zu den Unruhen in Burma

 Munisha berichtet: Die vermehrten Meldungen in den Nachrichten über Gewalttaten, die in Burma von Buddhisten gegen Moslems begangen wurden, haben bei Buddhisten weltweit Bestürzung hervorgerufen. Auch Nicht-Buddhisten, die mit dem gewaltfreien Ruf des Buddhismus vertraut sind, reagierten mit Befremdung. Es gab in den vergangenen Monaten vereinzelte Anfragen an verschiedene Buddhistische Zentren von Triratna mit der Bitte um eine Stellungnahme zu diesen Gewalttaten. Nach reiflicher Überlegung und ermutigt von Subhuti und unserem Gründer Sangharakshita, haben vier Autoren einen Text formuliert, der von Sangharakshita und einigen Präzeptoren aus Ost und West unterzeichnet wurde. Es handelt sich um eine persönliche Erklärung, die nicht im Namen des Buddhistischen Ordens Triratnas oder der Triratna-Gemeinschaft als ganzes gemacht wird. Dieser Text hat in den vergangenen Wochen bereits Verbreitung per Email oder in sozialen Netzwerken gefunden und auch du bist dazu eingeladen, ihn weiter zu verbreiten. Bei der Entstehung des Textes waren den Verfassern folgende Fragestellungen wichtig: Wie können wir solch eine Stellungnahme unterzeichnen, ohne den Eindruck zu erwecken, dass wir damit auch andere repräsentieren?

  • Wird solch eine Stellungnahme mehr schaden als nützen?

  • Wissen wir wirklich genug über diesen außerordentlich komplizierten und langandauernden ethnischen und politischen Konflikt, der beiden Seiten Gewalt, Angst und Leiden brachte und im Kontext eines totalitären Regimes entstand, das den Buddhismus wohl für seine eigenen Belange vereinnahmt hat?

  • Was geht es uns überhaupt an?

Dennoch war es mir wichtig klar darzulegen, was der Buddhismus zu Gewalt und Hass und zu unserer Verurteilung der „anderen“ zu sagen hat. Der Dharma wird falsch dargestellt und das Ansehen des Buddhismus wird geschädigt. Andererseits wollte ich nicht überheblich klingen, die Burmesen nicht so darstellen, als seien sie „nicht wie wir“. Auch Buddhisten üben Gewalt aus. Wir alle können durch unsere Rede gelegentlich zu Hass anstiften, Diese Tatsache sollten wir uns eingestehen. Das wichtigste aber ist, dass Tausende von Menschen in Burma im Namen des Buddhismus getötet oder auf verschiedene Arten verletzt wurden. Es ist wichtig, dass wir dies nicht einfach unkommentiert durchgehen lassen. Hört euch Subhutis Vortrag an Subhuti’s talk:’Mara’s Bomb Blast’. und lest hier Vishvapani’s ‘Thought for the Day’ auf BBC Radio 4. Die oben erwähnte Erklärung findet ihr hier.

 

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